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Das Friedrichsgraben-System ist ein Kanalsystem an der Ostküste des Kurischen Haffs in der heutigen russischen Oblast Kaliningrad. Es verbindet die Deime mit der Gilge und schafft damit eine Verbindung vom Pregel zur Memel. Durch dieses Kanalsystem wurde die Infrastruktur verbessert, indem die Elchniederung und das Große Moosbruch erschlossen wurde. Es belebte auch den Handel zwischen Königsberg und Russland sowie Polen. Das Friedrichsgraben-System gliedert sich in:

  • Kleiner Friedrichsgraben (russisch Nemonijaski Kanal)
  • Großer Friedrichsgraben (russisch Polesski Kanal)
  • Seckenburger Kanal (russisch Primorski Kanal)

Geschichte Bearbeiten

Philipp de la Chièze wurde vom Kurfürsten Friedrich III. verpflichtet, eine Kanalverbindung zwischen der Gilge und der Deime zu bauen. Nach seinem Tod 1673 führte seine Gattin Katharina de la Chièze die begonnenen Arbeiten fort. Nach ihrer erneuten Heirat auch als Katharina Truchseß zu Waldburg bekannt, erhielt sie für ihre Anstrengungen das Recht, einen Kanalzoll zu erheben. Doch schon 1710 ging der Kanal in Staatseigentum über.

Kleiner Friedrichsgraben Bearbeiten

Dieses erste Teilstück wurde in acht Jahren von 1675 bis 1683 gebaut. Der Kanal verband in seinem sechs Kilometer langen Lauf die Gilge bei Kryszahnen mit dem Nemonien. Heute ist er an seinem Nordende durch einen Damm von der Gilge getrennt.

Großer Friedrichsgraben Bearbeiten

An dem Nemonien weiter flussabwärts (der dort früher auch Wiepe genannt wurde) schloss sich der 1689 – 1697 gebaute 19 Kilometer lange Große Friedrichsgraben an, der parallel zur Küstenlinie des Kurischen Haffs zur Deime bei Labiau führt.

Seckenburger Kanal Bearbeiten

1833 wurde der Seckenburger Kanal zwischen der Gilge bei Marienbruch und dem Nemonien beim Dorf Nemonien eröffnet. Der fünf Kilometer lange Kanal ersetzte damit praktisch den Kleinen Friedrichsgraben. Konstruiert wurde dieses Teilstück vom preußischen Baurat Georg Steenke.

Literatur Bearbeiten

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