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Königsberger Kleinbahn <tr><td valign="top" colspan="2">
Eisenbahnen um Königsberg 1938
</td></tr><tr><td valign="top">Streckenlänge:</td><td>59 km</td></tr><tr><td valign="top">Spurweite:</td><td>750 mm (Schmalspur)</td></tr>

Die Königsberger Kleinbahn erschloss den Osten des Landkreises Königsberg mit zwei schmalspurigen Bahnstrecken.

Geschichte Bearbeiten

Das östliche Samland zwischen dem Kurischen Haff und dem Pregel wurde seit 1889 von der Staatsbahnstrecke Königsberg–Labiau–Tilsit durchzogen. Doch bald darauf ergab sich die Notwendigkeit, weitere Ortschaften an das Schienennetz anzuschließen. Zu diesem Zweck gründeten der preußische Staat, die Provinz Ostpreußen und die Bahnbaugesellschaft Lenz & Co GmbH am 24. Juni 1899 die Königsberger Kleinbahn-AG.

In den folgenden Jahren entstand ein schmalspuriges Kleinbahnnetz von 59 Kilometern Länge in der Spurweite von 750 mm.

Der Ausgangspunkt der Kleinbahn lag am Rande der Königsberger Innenstadt. Im Westen befand sich am Volksgarten der Güterbahnhof der Kleinbahn; von dort umfuhr sie auf dem Wallring die Nordhälfte der Altstadt bis zum Königstor im Osten (3,8 km), wo der Personenverkehr begann. Seit dem 15. Januar 1900 führte die Trasse weiter in östlicher Richtung zum 16 km entfernt gelegenen Bahnhof Prawten und dann nach Possindern nahe der Grenze zum Nachbarkreis Labiau. Dort schlossen die Wehlau–Friedländer Kreisbahnen an, die in gleicher Spurweite angelegt und ebenso wie die Königsberger Kleinbahn von der Ostdeutschen Eisenbahn-Gesellschaft (ODEG) betrieben wurden.

In Prawten zweigte seit dem 26. Juni / 12. November 1901 die 19 Kilometer lange Strecke nach Norden ab, die in Schaaksvitte am Kurischen Haff endete.

Am 30. Juni 1924 wurde die Königsberger Kleinbahn-AG in die Insterburger Kleinbahn-AG eingegliedert, die sich anschließend Ostpreußische Kleinbahnen AG nannte.

Im Jahre 1939 standen folgende Fahrzeuge zur Verfügung: 7 Dampflokomotiven, 2 Triebwagen, 27 Personen-, 4 Pack- und 111 Güterwagen.

Seit dem 16. April 1928 ergänzten Omnibuslinien, die ebenfalls von der ODEG betrieben wurden, das Verkehrsangebot. Sie fuhren von Königsberg nach Kaymen, Postnicken und Schaaksvitte.

Strecken Bearbeiten

a) Königsberg–Prawten–Possindern

  • 0,0 Königsberg Königstor
  • 2,0 Kalthof Hp
  • 2,7 Devau
  • 5,4 Neudamm (Ostpreußen)
  • 7,1 Mandeln
  • 7,5 Mandeln Gasthaus Hp
  • 8,7 Neuhausen Tiergarten Hp
  • 9,6 Neuhausen (Ostpr) Kleinbahnhof
  • 11,8 Prawten
  • 12,8 Rachsitten
  • 14,3 Bulitten
  • 16,0 Sonnigkeim
  • 17,0 Siebeneichen
  • 19,3 Gamsau
  • 21,5 Spitzings
  • 22,2 Legitten
  • 23,6 Linken
  • 24,7 Waldau (Ostpr)
  • 26,1 Norgehnen
  • 26,9 Gehlblum
  • 28,4 Pogauen
  • 29,7 Hohenrade
  • 32,3 Willkühnen
  • 33,3 Possindern
  • 34,6 Kreisgrenze Labiau

b) Prawten–Schaaksvitte

  • 0,0 Prawten
  • 2,0 Condehnen
  • 4,1 Conradswalde Hp
  • 4,8 Conradswalde Kleinbahnhof
  • 6,8 Molsehnen
  • 8,4 Powarben
  • 11,3 Ginthieden
  • 13,7 Sudnicken
  • 15,7 Kirche Schaaken
  • 18,1 Eythienen
  • 19,0 Schaaksvitte

c) Güterbahnen

  • 0,0 Königsberg Königstor
  • 3,8 Königsberg Volksgarten
  • 0,0 Königsberg Königstor
  • 0,9 Königsberg Oberpregel

Literatur Bearbeiten

  • Siegfried Bufe: Eisenbahnen in West- und Ostpreußen, Bufe-Fachbuch-Verlag, Egglham 1986, ISBN 3-922138-24-1

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